Die Burg von Dr. von Hase

Als die »Burg von Dr. von Hase« bezeichnete der Volksmund bis in die 1990er Jahre den Bergsporn oberhalb des alten Steinbruchs an der Gersiekstraße. Hier saß oft Wilhelm von Hase (1886 - 1966), der 1934 als Arzt nach Almena kam und  dort bis zu seinem Tod praktizierte. Seine Wahlheimat lernte er schnell lieben. Davon zeugen die vielen Gedichte und Lieder, die er meist auf seiner »Burg« - seinem Lieblingsplatz auf dieser Anhöhe - ersann. Damals war der Berg nur von Buschwerk bestanden und gestattete

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einen schönen Blick ins Gersiekbachtal und ins Tal der Exter. Die Dichterbank und die kleine »Burgmauer« erinnern an das Vermächtnis des Heimat-freundes. Das Lied vom »schröklichen Büxenwolf« (rechts) beweist, dass die Legende dieses schaurigen Wesens bis in die Nachriegsjahre erzählt wurde. Vor allem in Bremke, aber auch im Meierberger Siek soll der Unhold sein Unwesen getrieben haben.     Text, Fotos und Repro Hans Böhm

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Die Dichterbank hat das Patensteigteam 2010 errichtet.       

Die ganz schröckliche
Geschichte vom Büxenwolf

Kinder hört mal alle zu!
Was ich euch erzählen tu’.
Schaurig, traurig, grausig zwar,
ja zum Gruseln, aber leider wahr.
Mein Uropa hat es selbst erlebt.
Als er mir’s erzählte,
hat er immer noch gebebt,
gezittert und gebebt.

Er war noch ein junger Mann,
nachts ging er im Wald bergan.
Als er bei den Hexensteinen war
glänzte grün ein teuflisch Augenpaar.
Als die Glocke schlug gerade zwolf,
sprang vor ihn die Zähne fletschend hin
der Büxenwolf, der wilde Büxenwolf.

Opa floh in schnellem Lauf
Wolf sprang auf den Rücken drauf,
ließ sich schleppen schwer im Huckepack,
bohrte seine scharfen Krallen in die Haut zwick zwack.
Meinem Opa blieb die Puste weg.
stürzte kurz vor Bremke mit dem Büxenwolf in’n Dreck
mit dem Büxenwolf in’n Dreck.

Kaum hatte er sich aufgerafft,
bellt der Wolf ganz schauderhaft:
Gib dein Geld mir alles, alles her,
sonst lebst du kein einz’ges Stündlein mehr.
Opa gab der blanken Taler zehn,
hört den Wolf noch einmal höhnisch schrein:
Auf Nimmerwiedersehen -
das war vom Wolf nicht schön.

Wilhelm von Hase - Dorfarzt und Heimatdichter.

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