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Das Schnittmodell und die rekonstruierte Grabkammer zeigen die in der älteren Bronze- zeit, auch im Extertal, übliche Bestattung im Baumsarg unter einem Hügel aus Steinen oder auch aus Erde. Dies je nach regional anstehendem  Material. Im Extertal sicherlich am ehesten Steinhügelgräber.

Das Hügelgrab im Gersiek

Bei seinen archäologischen Untersuchungen im Jahr 1934 vermutete August Meier-Böke etwa 20 Meter unterhalb des Hexensteins ein Hügelgrab. Die ungewöhnliche Tallage der Bestattung sei auf die Nähe zur Kultstätte am »Hexenstein« zurückzuführen, so Meier-Böke. Aus heutiger Sicht ist das unwahrscheinlich, wenn auch nicht gänzlich ausge-schlossen.
Seit dem Ende der Jungsteinzeit (um 1800 v.u.Z.) bestatteten die Menschen ihre Toten unter aufgeworfenen Hügeln. In der Regel handelte es sich um Einzelbestattungen in gestreckter Lage, häufig in einem steinkistenartigen Einbau, in dem der Tote vermutlich in einem Baumsarg beigesetzt wurde. Mit ins Grab kamen neben den persönlichen Dingen Waffen, Schmuck und mit Speisen gefüllte Tongefäße, je nach sozialem Stand mehr oder weniger umfangreich.
Da Skelette, Grabeinbauten und Beigaben in der Regel völlig vergangen sind oder fehlen, ist heute die zeitliche Zuordnung schwierig, so dass eine Datierung oft nur mit Hilfe baulicher Merkmale durchzuführen ist. Die 34 bekannten Extertaler Hügel, vorwiegend aus Sandsteinen und rötlichem Mergelstein errichtet, sind meist weniger als 0,50 Meter hoch erhalten, so dass sie nur schwerlich im Gelände auszumachen sind. Eine von H. Schwanold 1925 im Silixer Hagen durchgeführte Grabung erbrachte einen ersten detaillierten Einblick in den Grabhügelaufbau und in die Bestattungssitte. Der 11 Meter  im Durchmesser große und 0,60 Meter hohe Grabhügel besaß neben einem aus Sandsteinen aufgebauten Ring von 8 Meter Umfang, 0,5 Meter Breite und 0,2 Meter Höhe, eine Steinpackung von 1,7 Meter Länge, 0,85 Meter Breite und 0,40 Meter Höhe. Im Verlauf der Bronzezeit, etwa seit dem 13. Jahrhundert vor unserer Zeit, setzt ein Wandel im Bestattungsbrauchtum ein und die Hügelgräber kommen »außer Mode«
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Text und Repro Hans Böhm

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