Der Jungfernborn - Quelle des Dorflebens

So in etwa sah der Jungfernborn früher aus.
(Illustration Monika Gerstendorf)

Bau des neuen Brunens im Jahr 1987

Der Jungfernborn hat eine lange Geschichte, die bis ins Mittelalter zurück reicht. Die sagenumwobene Quelle soll einst ein beliebter Treffpunkt für Verliebte gewesen sein, vielleicht stammt daher der Name. Möglicherweise geht der Namen auch auf eine Tragödie im 18. Jahrhundert zurück. Die Hausjungfer Wilhelmine Eberharden, angestellt bei Frau Niemann, hatte sich im Alter von 23 Jahren im Jungfernborn ertränkt. Ob aus Liebeskummer oder anderen Gründen, ist nicht bekannt. Das Haus der Familie Niemann (später Kaufhaus Vehmeier) befand sich etwa 100 Meter unterhalb des Quelle. Das Wasser des Brunnens fand schon im frühen Mittelalter beim Bau der Burg Sternberg Verwendung, denn der sagenumwobene Burgbrunnen wurde erst später gegraben.
Bis Anfang des 20. Jahrhunderts versorgte die Quelle die umliegenden Anwesen mit Trink- und Brauchwasser. Der gepflasterte Vorplatz wurde zudem als Waschstelle genutzt. Ein Trinkgefäß war stets vorhanden, sehr zur Freude vorbeiziehender Wandersleute, die sich hier gern erfrischten.
Von 1928 bis 1960 diente der Jungfernborn der freiwilligen Feuerwehr Linderhofe zur Wasserentnahme für die Schlauchwäsche. Danach verfiel das Bauwerk immer mehr, verkam zur Viehtränke und wucherte schließlich zu.
1987 hat der Sternberger Heimat- und Verkehrsverein den Brunnen neu gefasst. Seither fristet er an der dicht befahrenen Durchgangsstraße ein wenig beachtetes Dasein. Wasser fließt nur noch selten.

Text und Fotos Hans Böhm

!986  waren vom Jungfernborn nur noch spärliche Reste erhalten: Kleine Teile der Bruchsteineinfassung und die Ziegelpflasterung.

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