Die »Polackenschanze« auf dem Schanzenberg wurde im Juni 1909 von Prof. Otto Weerth archäologisch untersucht. Nur wenige Funde von grauer, hart gebrannter Keramik des Mittelalters und eine eiserne Spitze (Armbrustbolzen) traten dabei zu Tage. Das deutet auf eine spätmittelalterliche Wallburg hin. Die »Polackenschanze« liegt am Nordwestabhang des Schanzenberges auf einem schwach abfallenden Sporn, etwa 300 Meter östlich der Burg Sternberg. Sie ist 70 Meter lang und 46 Meter breit und von elliptischer Gestalt. Die Innenfläche von gut einem Hektar wird von einem niedrigen Erdwall und einem 0,30 Meter tiefen Graben abgegrenzt. Der Haupteingang mit Walldurchbruch und  Erdbrücke befindet sich im Südosten am höchsten Punkt der Anlage. Die »Polackenschanze« ist wahrscheinlich im Jahr 1447 beim Angriff des Erzbischofs von Köln (so genannte »Soester Fehde«) gegen das Schloss Sternberg angelegt worden. An diese erfolglose Belagerung erinnerte einst eine eiserne Kugel, die im Schornstein der Burg stecken geblieben sein soll (laut Aussage des Forstmeisters Kellner, der von 1869 bis 1889 seinen Amtssitz auf der Burg hatte). Heute findet sich keine Spur mehr von diesem Geschoss.            Text und Fotos Hans Böhm

Die Polackenschanze

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Der Schützengraben am Schanzenberg, direkt neben dem Wanderweg

Die Wallanlagen der Polackenschanze sind noch gut zu erkennen.

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