Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) hat seinen Namen von der Volksmeinung, dass er völlig unempfindlich gegen Feuer sei und sogar Brände löschen könne, wenn man ihn hineinwirft. In alten Zeiten hat wohl so mancher Salamander diesen Irrglauben mit dem Feuertod bezahlen müssen.  Er glänzt schwarz und trägt ein auffälliges Muster aus gelben oder orangefarbenen Flecken oder Streifen. Das auffällige Aussehen des Feuersalamanders signalisiert seinen Feinden: Ich bin giftig! Am Rücken und hinter seinen Ohren sitzen nämlich Giftdrüsen, die Salamandrin verspritzen können. Mit Hilfe dieses Gifts kann der Feuersalamander Feinde wie Fuchs, Hund oder Katze in die Flucht schlagen. Für den Menschen ist das Gift normalerweise harmlos und kann höchstens einen Juckreiz verursachen. Der Feuersalamander hat einen breiten Kopf, einen plumpen Körper und einen recht kurzen Schwanz. Er kann bis 20 Zentimeter lang werden.
Feuersalamander kommen in weiten Teilen Mittel- und Südeuropas vor, in Deutschland ist er nur im bewaldeten Hügel- und Bergland flächig verbreitet. Erwachsene Feuersalamander leben ausschließlich auf dem Land, und zwar auf dem Boden von Laub- und Mischwäldern. Dort suchen sie sich feuchte, kühle Plätze. Am Tag verstecken sich die nachtaktiven Tiere unter liegenden Baumstämmen, in Erdhöhlen, unter Steinen oder in der Laubschicht auf dem Boden.
Nur zur Fortpflanzung brauchen Feuersalamander Bäche mit kühlem, sauberem, sauerstoff- reichem Wasser, vorzugsweise Stellen mit geringer Fließgeschwindigkeit. Recht beliebt sind auch gefasste Quelltöpfe. Dort gebären die Weibchen im Frühjahr die Larven (im Schnitt 30), die in den Eiern im Mutterleib herangewachsen sind und sich dann im Wasser weiter entwickeln (Der Feuersalamander laicht also nicht, sondern ist lebendgebärend!).
Feuersalamander können ziemlich alt werden. Meistens erreichen sie ein Alter von 15 bis 25 Jahren. Es soll aber auch schon Exemplare gegeben haben, die über 40 Jahre alt geworden sind.

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Salamanderlarve (links), erkennbar am dicken Kopf und am gelblichen Fleck an den Oberschenkeln, und junger Salamander (oben), bei dem die Giftdrüsen noch nicht funktionsfähig sind.

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»EISSALAMANDER«. Dieses seltene Foto

entstand am 5. Januar 2011 hier im

Rickbach bei Temperaturen von – 6 Grad

Celsius. Eigentlich sind ausgewachsene Salamander extrem wasserscheu.

Vermutlich drohte diesem Tier in seinem Unterschlupf der Kältetod, sodass es ins

relativ »warme« Bachwasser flüchtete.

Die Salamanderquellen

Im November 2010 legte das Patensteigteam die Salamanderquellen frei und fasste sie mit Steinen ein. Bei den Arbeiten wurden acht Salamander aufgeschreckt, die im Quellbereich unter Laub und Steinen ihre Verstecke hatten und von den Kindern im Team gebührend bestaunt wurden. Selbstverständlich wurden die Tiere mit aller Vorsicht behandelt. Nach Fertigstellung der Steinfassungen nahmen die Salamander ihr neues »Zuhause« sofort in Beschlag. Der Name für die Quellen bedurfte natürlich keinerlei Diskussionen mehr.  In trockenen Sommern versiegen die Quellen, können aber nach kräftigen Regenschauern bald wieder sprudeln. Wohl als Folge des Klimawandels werden die Trockenzeiten der Quellen allerdings immer länger.

Feuersalamander sind im Rickbachtal noch recht häufig anzutreffen, weil sie hier im feuchten und kühlen Wald einen idealen Lebensraum mit vielen Verstecken vorfinden. Bei regnerischer Witterung bekommt man die in der Regel nachtaktiven Tiere auch schon mal am Tage zu Gesicht. Im Frühjahr und Sommer kann man die Larven an vielen Stellen des Rickbachs beobachten. Meist liegen sie bewegungslos auf dem Grund, flüchten aber bei der geringsten Bedrohung.                                                                             Text und Fotos Hans Böhm

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