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Die Wassermühle im Mühlenkamp wurde 1745  wurde von Ernst Lutter, Müller aus Krankenhagen erworben. 1750 wurde die Konzession zur Öl- und Grützmühle erteilt. Die jährliche Abgabe  an das Amt zu Sternberg betrug 3 Taler. 1755 erfolgte die Umstellung zur Getreidemühle. 1781 baute Sohn und Nachfolger Heinrich Wilhelm Lutter um. Er benutzte einen völlig neuen Stein, der eine höhere Ausbeute an Weizenmehl ermöglichte. 1823 wurde die Genehmigung zum Umbau zur Graupenmühle erteilt, die Herstelung von Graupen wurde Lutter aber verboten. Er durfte aber eine Anlage zum Spitzen und Reinigen des Korns einbauen. Die Abgabe an das Amt stieg von 35 auf 40 Taler an.

In den Folgejahren florierte die Mühle. Hier wurde sogar Korn aus dem fernen Russland gemahlen, das mit Lastkähnen weseraufwärts geschifft worden war. Bis 1823 gab es immer wieder Konkurrenzstreitigkeiten mit den Nachbarmühlen in Krankenhagen, Fütig und Vallentrup. 1880  wurde die Mühle, so wie sie jetzt zu sehen ist, erbaut. Um die Jahrhundertwende übernahm der Schwager Lutters, Friedrich Selse, die Mühle, der aus Göstrup stammte.

Nach dem ersten Weltkrieg ging sie an Sohn Heinrich Selse über, der den Betrieb schließlich 1965 aus Krankheitsgründen einstellen musste. Das 1747 erbaute Wohnhaus wurde saniert und mehrere abgeschlossene Wohnungen eingerichtet. Die Mühle bekam seither zweimal ein neues Mühlrad. In erstaunlich gutem Zustand befinden sich die Maschinen, die, gleich ob die Walzenstühle, Schrotgang oder der Aufzug, der die Mehlsäcke zum Lagern auf den Speicher beförderte, allesamt durch Wasserkraft bewegt werden. Alles wurde wieder so hergerichtet, dass die Mühle voll funktionstüchtig ist. Dr. Christian Schwandt kam am 2. September 2003 in der Mühle, die zu seinem lebenswerten Hobby geworden war, auf tragische Weise ums Leben. Die Familie kümmert sich weiterhin um den Erhalt des Besitzes.

         

Die Mühle kann nur von außen besichtigt werden (Zuweg hinter dem Mühlgraben). Das Mühlrad und die Gebäude sind heute teilweise von Buschwerk und Bäumen verdeckt. Diese Bilder enstanden 1990 nach der Renovierung .                                                                             Fotos Hans Böhm

Die Selser Mühle um 1920

Die Selser Mühle 1990

Die Selser Mühle 1932.

Die Selser Mühle

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