Die »Zigeunerbrücke«  am altem Kirchweg

Die Brücke über den Gersiekbach war Teil des alten Kirchweges von Hagendorf über den Fahren nach Almena, der bis zum Bau der Straße im Gersiek im Jahr 1920 die einzige direkte Wegeverbindung nach Fütig und Almena darstellte. Als »Schusters Rappen« im Zuge der Motorisierung der Landbevölkerung aus der Mode kamen, wurde der Kirchweg immer weniger genutzt und die Brücke ab Ende der 50er Jahre dem allmählichen Verfall überlassen. Heute zeugen immer noch die Eichenbalken und die Sandsteinauflagen vom einstmals viel begangenen Steg. Kirchwege waren so genannte »Richtewege« (kürzeste fußläufige Verbindung). Im Volksmund ist der Steg bis heute als »Zigeunerbrücke« bekannt, was damit zusammen hängt, dass sich ganz in der Nähe im »Katzengold-Steinbruch« an der Extertalstraße die »Zigeunerkuhle« befand. Hier durfte das »fahrende Volk« ganz offiziell kampieren. Die »Zigeuner« verdienten ihren Lebensunterhalt  als »fliegende Händler« und haben die Brücke im Gersiek bei ihren Hausbesuchen in Meierberg und Hagendorf wahrscheinlich oft genutzt.    Text, Fotos und Repro Hans Böhm

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Die Sandsteinauflagen sind gut zu erkennen.

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Die Zigeunerbrücke 1990. Da lagen noch die original Eichen-Balken noch über dem Bach - nach  50 Jahren.

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Die »Zigeunerbrücke« in den 1950er Jahren. Der große Findling im Bild unter rechts lag vor dem Jahrhunderthochwasser am 12. Juni 1937 oberhalb der Brücke. Die reißenden Hochwasserfluten schoben ihn über 50 Meter bachabwärts.

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Die Gersiekstraße wurde erst 1920 gebaut - eine willkommene Verkehrserleichterung für die Meierberger. Das Bild entstand kurz nach der Fertigstellung.

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